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ÖRDERVEREIN NEUE HERKULESBAHN

   
 










 


Gangjährig geöffnet

Bergpark Wilhelmshöhe auch im Winter gut besucht

Als Argument gegen die Herkulesbahn wird immer wieder behauptet, außerhalb der Wasserspiele sei nichts los am Herkules und im Bergpark. Die Realität hingegen zeigt, dass das Weltkulturerbe
rege genutzt wird, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist - zum Flanieren, als Ausgangspunkt für Touren im Habichtswald, zum Schlittenfahren oder einfach nur um das Parkensemble zu allen Jahreszeiten ohne den Trubel der Wasserspiele etwas ruhiger zu genießen. Dass die Museumslandschaft Hessen Kassel die Öffnungszeiten des Besucherzentrums ausgeweitet hat, belegt die steigenden Besucherzahlen. Die Kehrseite: überfüllte Parkplätze, Behinderungen für die KVG-Busse, Unannahmlichkeiten für die Fußgänger. Impressionen vom Sonntag, 8. Februar 2015:



Schon weit vor dem Herkules parken die Autos entlang der Zufahrtsstraße. In der Ferne ist der überfüllte Parkplatz vor dem Besucherzentrum zu sehen.

Alle Parkplätze sind belegt. Trotzdem fährt fast jeder ankommende Autofahrer erst einmal eine Runde auf dem Parkplatz, um dann doch zu wenden und den Wagen entlang der Zufahrtsstraße abzustellen. Leitsysteme oder Hinweistafeln, die Auskunft über freie Parkplätze geben könnten, gibt es nicht.

Leider ist dieses Ärgernis immer wieder zu beobachten. Vor dem Besucherzentrum am Herkules kommt der KVG-Bus nicht mehr weiter, weil zwei Autofahrer ihren Wagen innerhalb der Wendeschleife geparkt haben. Keine Chance für den Gelenkbus weiterzufahren. Die Verkehrsüberwachung der KVG ist bereits vor Ort, wenig später trifft auch die Polizei ein. Die Zwangspause bringt den Fahrplan durcheinander, an den anderen Haltstellen warten Fahrgäste. Ein Bergparkbesucher berichtete, dass sich dies am Vortag auch ereignet hat. Auch am Wochenende zuvor war im Bereich des Herkules sowie am Hohen Gras so viel los, dass die Linienbusse zeitweise nicht durchkamen. Eine Straßenbahn auf eigener Trasse stünde nie im Stau, die Fahrgäste kämen pünktlich an ihr Ziel.

Die Polizei ist eingetroffen.Glück im Unglück: Die Halter kamen zu ihren Fahrzeugen, während die Beamten noch vor Ort waren. Der Abschleppdienst musste nicht kommen, wohl aber gab es Knöllchen. Die Verspätung des Busses dürfte etwa eine halbe Stunde betragen haben.

Die Autos drehen erfolglos ihre Runden und biegen vorne rechts wieder auf die Zufahrtsstraße ein, um dort einen Parkplatz zu suchen. Den Fußgänger stehen nur schmale Gassen auf der Fahrbahn bzw. den Parkflächen zur Verfügung, die durch Schnee und Eis noch enger sind als sonst.

An die Fußgänger haben die Verkehrsplaner offensichtlich gar nicht gedacht. Völlig unzureichend ist die Situation für diejenigen, die ihr Fahrzeug weit vor dem Herkules abgestellt haben und hunderte Meter zu Fuß zwischen parkenden Autos und dem Parksuchverkehr zum Herkules und wieder zurück laufen müssen. Von Joachim Fuchsberger stammt dieses Bonmot: "Ein Fußgänger ist ein glücklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat."

Der Blick vom Parkplatz am Herkules zur Zufahrtsstraße. Links parkende Fahrzeuge, dazwischen zu- und abfließender Verkehr, dazwischen die Fußgänger.

Ein ständiges Ärgernis sind die Autofahrer, die am Schloss die Gehwege zuparken (Blick von der Schlosshotelseite zum Ballsaal). Seit Monaten wird dieser Zustand geduldet. Da darf man sich nicht wundern, wenn sich Gewohnheitsrechte herausbilden. Und ein schlüssiges Verkehrskonzept lässt weiter auf sich warten.